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Keiner ohne Abschluss
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Bildungsserver > Keiner ohne Abschluss.  > Das Projekt

Zielsetzung des Projekts

Die derzeitige Anzahl junger Menschen, die die Schule ohne berufsqualifizierenden Abschluss verlassen, beläuft sich in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Statistischen Landesamts (2010) auf 5,8 Prozent. Die Mehrheit dieser ca. 2.600 Jugendlichen hat ohne einen ausbildungsbefähigenden Schulabschluss jedoch kaum eine Chance, einen Ausbildungsplatz oder eine Beschäftigung zu finden.

Foto: Junge beim Arbeiten

Ziel des besonderen 10. Schuljahres ist es, Schülerinnen und Schülern ohne Chancen auf einen Schulabschluss in einer eigens dafür eingerichteten Klasse zu einem erfolgreichen Abschluss und zu einem gelingenden Übergang in die Arbeitswelt zu führen. Innerhalb des Projektes nehmen vor allem die Berufsorientierung und der Praxisbezug einen hohen Stellenwert ein. Die Lehrkräfte verbinden in ihrem Unterricht allgemeinbildende mit berufsorientierenden Inhalten. Gemeinsam mit außerschulischen Kooperationspartnern wie Arbeitsagenturen, Kammern und interner LinkUnternehmen, entwickeln die Schülerinnen und Schüler Qualifikationen, die sie auf die Berufswelt vorbereiten. Dabei stehen neben den fachlichen auch die außerfachlichen Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Sorgfalt und Zuverlässigkeit im Fokus der Förderung. "Keine(r) ohne Abschluss" bezieht aber auch die Eltern verstärkt mit ein, zum Beispiel in Form von erweiterten Elternabenden mit Lehrkräften und Beraterinnen und Beratern der Arbeitsagenturen. So können die Eltern ihre Kinder auf dem Weg zu einem erfolgreichen Schulabschluss bestmöglich unterstützen (siehe auch interner LinkKonzeption).

Im Schuljahr 2009/2010 fand eine Erprobung an zwei Pilotschul-Standorten mit Ganztagsangebot statt, an den Realschulen plus in Ramstein-Miesenbach und in Ransbach-Baumbach. Derzeit nehmen acht Schulen an "Keiner ohne Abschluss" (KoA) teil. Ausgehend von den konzeptionellen Grundlagen des besonderen 10. Schuljahrs entwickeln die Schulen eigene schulspezifische Projektkonzepte, die die schulischen Besonderheiten und Rahmenbedingungen vor Ort aufgreifen und berücksichtigen. Mehr zu diesen konkreten Schulkonzepten finden Sie  interner Linkauf der Seite "Schulen". In den kommenden Schuljahren werden weitere Realschulen plus in Rheinland-Pfalz das besondere 10. Schuljahr „Keine/r ohne Abschluss“ anbieten.

Wissenschaftliche Begleitung des Projekts

Logo Universität Trier

Die Umsetzung und Implementation des Schuljahrs „Keine/r ohne Abschluss“ wird von einem Team des Fachbereichs IV – Soziologie der Universität Trier unter Leitung von Prof. em. Dr. Roland Eckert im Zeitraum von Mai 2009 bis Dezember 2012 interner Linkwissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse aus der Praxis werden u.a. in einem interner LinkKompendium aufbereitet und den nachfolgenden Schulen zur Verfügung gestellt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bildungsministerium und der Universität Trier ist mittels Kooperationsvertrag geregelt. Die der Universität Trier zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel werden zu jeweils 50 Prozent durch das Land Rheinland-Pfalz und den Europäischen Sozialfonds (externer LinkESF) getragen (mehr zur Finanzierung interner Linkhier).

Diesen Bereich betreut E-Mail an Elke Gödickemeier, MBWWK. Letzte Änderung dieser Seite am 28. September 2011. ©1996-2012 Bildungsserver Rheinland-Pfalz